Autor David Brülisauer illustrierte sein Buch selbst.	 	Illustration: Dominik Brülisauer

Autor David Brülisauer illustrierte sein Buch selbst. Illustration: Dominik Brülisauer

Eine Hommage an die Helden der Kindheit

Der Engadiner Autor Dominik Brülisauer gibt in seinem neuesten Werk den Helden einen Ehrenplatz, die ihn durch seine Kindheit begleiteten: Pumuckl, MacGyer, Flipper, Bob Marley, Bud Spencer bis hin zu Mister Spock. 

Der Autor des Engadiner Thrillers «Tod nach Anzeige» und der Schallwellen‧reiter-Trilogie meldet sich mit einem neuen, höchst unterhaltsamen Buch zurück. Mit humorvollen Texten und eigenen Illustrationen ehrt Dominik Brülisauer seine 30 grössten Jugendhelden. Als Vertreter der Generation X liess er sich in den 80er- und 90er-Jahren von Sportlern wie Skirennfahrer Pirmin Zurbriggen oder von Toto Schillaci, dem italienischen Überflieger der Fussballweltmeisterschaften von 1990 inspirieren und motivieren – mit glücklicheren und weniger glücklichen Folgen, wie man im «Buch der Helden» nachlesen kann. Zu seinen Idolen gehörten selbstverständlich auch fiktive Figuren wie Lassie, MacGyver oder Homer Simpson. Der Leser erfährt, wie Brülisauer wegen Lucky Luke zum Raucher wurde, wegen Asterix zum Trinker und wie die Erinnerung an Pumuckl ihm bei einem äusserst peinlichen Unfall im Hallenbad Pontresina geholfen hat. In der Aufstellung der Helden dürfen auch Haudegen wie Bud Spencer, der Pornostar Rocco Siffredi oder der Reggae-Gott Bob Marley nicht fehlen. Allerdings schreibt Dominik Brülisauer nur kurz darüber, wer diese Figuren oder Personen waren, viel lieber berichtet er in seinem gewohnt witzigen und selbstironischen Stil davon, wie sie ihn damals geprägt haben und wie er heute noch von ihnen in seinem Alltag beeinflusst wird. Durch den kleinen Feuerwehrdrachen Grisu lernte er, dass man seine Natur überwinden kann und verbindet dieses Wissen mit dem Konzept des Übermenschen von Friedrich Nietzsche. Die Langweile seines Jugendhelden Bon Jovi feiert er als evolutionsbiologisch sinnvolle Strategie, nur um dann ein paar Seiten später Rockstar Lemmy von Motörhead, die personi‧fizierte Selbstzerstörung, doch auch noch in den Himmel zu loben. Das Buch lebt von zahlreichen Ausflügen in die Weltgeschichte, Referenzen zur Populärkultur wie Promis, Trends oder Filmen und von den abenteuerlichen persönlichen Anekdoten aus dem Leben des Autors. Erzählt wird, wie der emotionslose Mister Spock Brülisauer bei der Auswahl der Weihnachtsgeschenke für seine betagte Grossmutter helfen konnte, wie er dank der Snowboard-Legende Terje Haakonsen kurzfristig auf der Corviglia als Snowboard-Profi Geld verdienen konnte. Oder wie ihn in Aus‧tralien jedes Tier des Kontinents umbringen wollte, bis ihm Crocodile Hunter Steve Irwin eine neue Perspektive aufzeigen konnte. (pd/ep)  


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