Der Kanton Graubünden zieht eine insgesamt positive Bilanz der Jagdsaison 2025. Mit dem letzten Sonderjagdtag vom 20. Dezember ist die Jagd auf Schalenwild abgeschlossen worden. Insgesamt wurden 4630 Hirsche, 2776 Rehe, 2894 Gämsen sowie 78 Wildschweine erlegt. Damit konnten die kantonalen Abschusspläne zu einem grossen Teil erfüllt werden. Beim Hirsch lag der Erfüllungsgrad bei über 95 Prozent, beim Reh wurde der Plan vollständig erreicht. Auch bei der Gämse und beim Wildschwein entsprachen die Strecken weitgehend den Erwartungen, wie der Kanton diese Woche in einer Mitteilung schreibt.
Sonderjagd als wichtiger Faktor
Einen wesentlichen Beitrag leistete erneut die Sonderjagd: Dabei wurden kantonsweit 1049 Hirsche und 203 Rehe erlegt. In einzelnen Regionen zeigten sich jedoch deutliche Unterschiede. Während in Teilen des Kantons gute Ergebnisse erzielt wurden, erschwerten insbesondere milde Temperaturen und fehlende Niederschläge im Dezember die Bejagung. Die Hirsche blieben lange verteilt, was die Regulierung anspruchsvoller machte. In der Mesolcina und im Rheintal kamen zusätzlich Abschüsse bei Wildschweinen und Gämsen hinzu.
Seit dem Jahr 2020 ist der Hirschbestand im Kanton Graubünden um rund 17 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig hat der Druck durch Grossraubtiere zugenommen, was die Steuerung der Wildbestände weiter erschwert. Lukas Walser, Abteilungsleiter Wild & Jagd, betont deshalb die Bedeutung des Engagements der Jägerschaft. Nur mit konsequenter Bejagung liessen sich die Ziele der Strategie «Lebensraum Wald-Wild 2021» erreichen und die natürliche Waldverjüngung langfristig verbessern.
Autoren: Standeskanzlei Graubünden/EP
Foto: Claudio Gotsch
Autoren: Standeskanzlei Graubünden/EP
Foto: Claudio Gotsch




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