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Foto: Mayk Wendt

Foto: Mayk Wendt

Unsere Wünsche für 2021

Ein Jahr, welches uns alle so richtig durchgeschüttelt hat, geht zu Ende. Die Redaktorinnen und Redaktoren haben ihre ganz eigenen Wünsche für das neue Jahr. Und natürlich dreht sich dabei vieles um ... Sie wissen schon ... aber nicht nur.

Leise Hoffnung

«Es gibt ein erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche.»: Dieses Zitat stammt von Dietrich Bonhoeffer, einem deutschen Theologen, der 1945, nur 39-jährig, im KZ Flossenbürg hingerichtet worden ist. Bonhoeffer wirft – in diesem Kontext wohl bezogen auf seine Lebensgeschichte – eine Frage auf, mit der sich viele Menschen beschäftigen: Von was hängt ein erfülltes Leben ab? Eine Frage, die in diesem Jahr besondere Bedeutung erlangt hat. 2020 hat uns durchgeschüttelt. Wir, die in der Vergangenheit Katastrophen vor allem als Zaungäste mitverfolgt haben und der Überzeugung waren, dass solche Kalamitäten primär das Ausland treffen, mussten auf Krisenmodus schalten. Distanz üben, uns in die eigenen vier Wände zurückziehen, auf vieles verzichten, was so selbstverständlich ist: Freude teilen, Trost spenden – alles ist so kompliziert geworden. Auch mit den Wünschen. Was soll man wünschen im Wissen, dass das, was uns als Gesellschaft im zu Ende gehenden Jahr getroffen hat, 2021 nicht vorbei sein wird? Vielleicht sind es mehr Hoffnungen als Wünsche: Dass die Impfung ein Erfolg wird. Dass etwas Normalität in den Alltag zurückkehrt. Dass wir uns als Menschen wieder von Angesicht zu Angesicht begegnen dürfen, was es uns überhaupt erst ermöglicht, Emotionen und Gefühle zu zeigen. Kurz: eine lebensfreundliche(re) Welt und ein erfülltes Leben. Kein frommer Wunsch. Eine leise Hoffnung.   Text: Reto Stifel

Ein Corona-freies Jahr uns allen!

2020 geht zu Ende. Es stand im Zeichen von Covid-19, das uns alle eingeschränkt hat. Für freiheitsliebende Menschen wie mich ist schon das Tragen der Schutzmaske ein Horror. Ganz gleich, ob dieses Ding aus Papier oder Stoff besteht, bunt bedruckt ist oder aus transparentem Plastik: Ich habe das Gefühl, zu einem Monster zu mutieren, wenn ich sie trage und dann auch noch durch sie sprechen muss. Doch ewig lange kann uns Covid-19 ja nicht drangsalieren. Schliesslich ist ein erster Impfstoff da. Und selbst wenn es noch einige weitere Impfstoffe braucht, um dieses Biests Herr zu werden: Irgendwann kehrt wieder so was wie Normalität ein und wir können ohne Gesichtsvorhang und Maulkorb wieder frei miteinander sprechen und uns bei Bedarf auch umarmen. Bis es soweit ist – hoffentlich nicht erst nach sieben Seuchenjahren, wie zu Zeiten der mittelalterlichen Pest – wünsche ich Ihnen Geduld, Humor und gute Gesundheit. Auf ein Corona-freies 2021!    Text: Marie-Claire Jur

Bod sco ün svoul sülla glüna

Vairamaing nu giavüscha pel prossem on inguott’oter co cha la vita possa tuornar ad üna normalità. Cun sandà e furtüna s’inclegia. Quai chi sta scrit in simpels pleds sün mincha cartolina da Büman, para però d’esser in quists temps alch extraordinari. Sco schi’s vess giavüschà ün svoul sülla glüna. Ma vairamaing nu lessa oter co da pudair darcheu far musica in cumpagnia, da pudair darcheu perseguitar ün gö da hockey dal CdH Engiadina, o dad ir giò Sur En a giovar a tschoccas. Robas tuot normalas vairamaing. Ma la normalità nu sarà plü co cha la d’eira. Ils perimeters da normalità staran gnir definits da nouv. E quai adonta da la vaccinaziun chi sta davant porta. La pandemia ans occuparà amo qualche eivnas e mais. Uschè cha’l giavüsch da sandà ha quista jada amo daplü importanza co oters ons. Perquai vala: Dain fadia e restain frischs!    Text: Nicolo Bass

Begegnungen

Was soll man sich wünschen, nach einem Jahr wie dem, das gerade im Begriff ist, sich seinem Ende zuzuneigen und mehr denn die letzten Jahre zuvor in die Geschichtsbücher einzugehen? Prognosen fürs neue Jahr zu erstellen, wie und wann sich die allgemeine Lage zum Besseren wenden wird, kommt dem berühmten Kaffeesatzlesen gleich und das überlasse ich gerne jenen, die meinen, dafür mehr Gespür zu haben. So bleibt neben dem grossen Hoffen auf baldige Normalisierung der Wunsch, nein, gar die Gewissheit, dass auch das neue Jahr wieder viele spannende, zwischenmenschliche Begegnungen bereithalten wird und die Tage, Wochen und Monate des neuen Jahres voller toller Alltagserlebnisse stecken werden. Dass dafür nicht immer die grosse und hell erleuchtete Bühne nötig ist, haben mir die Begegnungen und Erlebnisse der letzten Monate eindrücklich aufgezeigt. Darauf aufbauend wird sich auch im 2021 für Sie, werte Leserinnen und Leser der «Engadiner Post/Posta Ladina», mit Bestimmtheit die eine oder andere lesenswerte Geschichte ergeben. Bis dahin ein herzliches «Bun di, bun an!»      Text: Jon Duschletta

Nicht das Was sondern das Wie

Was wünscht man sich für das neue Jahr, wenn einem das vergangene – insbesondere in persönlicher Hinsicht – alles abverlangt hat? Wenn nichts mehr so ist, wie es jemals zuvor war und sich das eigene Leben für immer verändert hat? Was ich mir wirklich wünsche, kann ich auch nach wiederholtem Nachdenken nicht sagen. Doch ich weiss, welche Gefühle ich im 2021 wieder verstärkt empfinden möchte. Es ist die Leichtigkeit und die Unbeschwertheit, wie sie sich nach einigen Minuten beim Dahingleiten auf der Langlaufloipe einstellt. Oder die Energie und Kraft bei der ersten Abfahrt auf der Skipiste. Oder ganz anders: das Gefühl der inneren Ruhe während dem «Sonnengruss» beim Yoga. Und ich möchte öfters so lachen wie am Weihnachtsabend, als mein Mann der Freundin meines Bruders Wein nachschenken wollte und sich vehement wehrte: «Nein, nein, ich möchte nicht mehr.» Wir schauten uns alle verdutzt an, denn dies war nicht ihr Weinglas sondern dasjenige meines Vaters. Wir lachten so herzhaft, wie schon lange nicht mehr. Es befreite und liess uns für einen Moment einfach alles vergessen.   Text: Mirjam Spierer-Bruder

Nochmal klatschen

Man ist sich einig: 2020 ist ein Jahr zum Vergessen. Die Rückkehr zur vermissten «Normalität» steht zuoberst auf jedem Wunschzettel fürs neue Jahr. Wir sollten 2020 aber nicht zu schnell vergessen. Denn der winzige und heimtückische Störenfried traf grosse Teile der Welt, darunter auch die Schweiz, nur ungenügend oder gar nicht vorbereitet. Die meisten Pandemie-Pläne entpuppten sich als wertlose Dekoration in zahlreichen Amtsstuben. Gross war im Frühling auch deswegen die Dankbarkeit in der Schweiz gegenüber denen, die Versäumnisse der Politik an vorderster Front auszubaden hatten. Herzlich und durchaus ernst gemeint war das Klatschen auf Balkonen als Dank an die sogenannt systemrelevanten Berufsgruppen für deren selbstlosen und zuweilen riskanten Einsatz. Wäre es nicht wünschenswert, wenn sich im neuen Jahr die Altenpfleger, die Krankenschwestern, die Assistenzärzte, die Polizisten, die Kassiererinnen und Verkäuferinnen und all die Fleissigen in der Logistik-Branche mit ebenso dankbarem Klatschen revanchieren könnten? Und zwar für fairere Bezahlung, zeitgemässere Arbeitsbedingungen und mehr Anerkennung ihrer entbehrungsreichen Arbeit zu Gunsten unser aller.     Text: Daniel Zaugg

Neujahrswünsche

Vor einem Jahr war alles anders. Innerhalb von 8760 kurzen Stunden wurde uns alles genommen, was wir als selbstverständlich erachteten: Reisen, Partys und die Zeit mit Freunden wurde ersetzt durch Grenzkontrollen, Social Distancing und Maskenpflicht. Aber nicht nur das: Auch durch Freundeskreise und Familien haben sich innerhalb kürzester Zeit tiefe Gräben gezogen. Corona ist zur Glaubensfrage geworden. Verschwörungstheorien werden für bare Münze verkauft. Fake News florieren. Die Welt hat sich nicht nur täglich um die eigene Achse gedreht, sondern sich buchstäblich auf den Kopf gestellt. Ich persönlich wünsche mir für das neue Jahr natürlich das, was alle tun: Dass Corona aus unser aller Leben so schnell wieder verschwindet, wie es aufgetaucht ist. Ich wünsche mir, dass ich wieder bedenkenlos meine Familie in Deutschland besuchen kann. Ich wünsche mir aber auch, dass wir die Erfahrungen, die wir gemacht haben, nicht vergessen und uns später – so denn Corona ein baldiges Ende findet – wieder daran erinnern, wie schnell sich unser aller Alltag und Leben ändern kann. Denn «nichts ist so beständig wie der Wandel», wie der griechische Philosoph Heraklit einst sagte.    Text: Denise Kley


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